Umweltprofil

„Tu was, dann geht’s dir besser!“ 

Natur mit dem Rhythmus von Wachsen, Blühen, Fruchten und Welken besitzt wohl den stärksten Aufforderungswert, aktiviert Sinne und Organe. Unser naturnahes Schulumfeld lädt Schülerinnen und Schüler ein, sich beobachtend, pflanzend und lernend, aber auch quatschend, spielend, kletternd und tobend mit Pflanzen und Tieren zu befassen. 

Hecke, Teich, Wiese oder Trockenmauer sind Lebensräume, die zum Staunen über die Vielfalt der Pflanzen und Tiere einladen. Lebenszusammenhänge zwischen Wasser, Boden und Luft lassen sich entdecken und untersuchen.

Frühjahrs- und Herbstputzaktionen haben schließlich viele gemeinsame schöne Erlebnisse geschaffen und einen sehr hohen Grad an Identifikation mit dem Schulumfeld erreicht. Viele Kinder zeigen voller Stolz, was sie selber gepflanzt haben und achten selbständig auf die Pflege und den Erhalt der Natur. Lebendige Spiel- und Aufenthaltsbereiche vermitteln den Eindruck von Veränderbarkeit nach den Bedürfnissen der Kinder. 

In Projektarbeit, Biologie- und Sachunterrichtsstunden begreifen Kinder durch Tätigsein Zusammenhänge in der Natur. Die jahreszeitlichen Beobachtungen der Bäume und deren Dokumentationen fördern das Verantwortungsgefühl der Kinder. Wie wir wieder Begeisterung für heranwachsende Kinder wecken können, wollen wir auch mit Eltern diskutieren. Tradition ist schon seit mehr als zehn Jahren der Einsatz unserer dritten Klassen bei der Müllsammlung am Priesterweg. Der sparsame Umgang mit Papier sowie die Prinzipien der Mülltrennung werden den Kindern in allen Jahrgangsstufen vermittelt.

Weiterhin wird regelmäßig auf die Reduzierung des Müllaufkommens geachtet. In allen Klassen hat sich inzwischen der Gebrauch von Trinkflaschen und Brotbüchsen durchgesetzt. Ein großes Lob hier an das Elternengagement! Unsere erfolgreiche Papiersammelaktion des letzten Jahres wollen wir in diesem Jahr fortsetzen. Zu jeder Zeit können Kinder kleine Pakete Altpapier mit zur Schule bringen und somit am Umweltschutz teilnehmen. Noch mehr Ideen suchen wir für Energiesparmaßnahmen. Im Rahmen des Sachunterrichtes gelten in diesem Jahr folgende Schwerpunktthemen, die den Bezug zu den schulischen Lernorten herstellen: 

Klasse 1: Frühblüher auf dem Schulgelände erkennen, 

Klasse 2: Gemüsebeete anlegen,

Klasse 3: Das Hauskaninchen / Pflege, Zucht und Ernährung / Mais als Futter
              anbauen, 

Klasse 4: Schulhofbäume erkennen und benennen,

Klasse 5 und 6: Lebensräume begreifen / Teichpflege.


 

Der Kontakt zu unseren Kaninchen ist den Kindern sehr wichtig. Im Umgang mit ihnen stärken sie ihr Selbstvertrauen und übernehmen freiwillig Verantwortung für eine artgerechte Pflege. Weil Tiere nicht nachtragend sind und Verhaltensweisen nicht bewerten, suchen Kinder hier Liebe und Vertrauen. Großes Interesse wecken aber auch die kleinen Tiere, wie Spinnen, Käfer, Libellen, Schmetterlinge, Regenwürmer oder Bewohner des Insektenhotels.


 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an der Gestaltung des „Grünen Bandes“ im Wohngebiet. Mit einer natur- und menschenfreundlichen Gestaltung soll unser Schulgelände als lebendiger öffentlicher Freiraum eine Vorbildfunktion für die Wohnhöfe und Vorgärten im Stadtteil haben.

Der Lebensraum Schule wirkt intensiv auf das Wohlbefinden der hier Lernenden und Lehrenden. Grundprinzipien für die Klassenraum- & die Schulumfeldgestaltung sind:

  • Regelmäßig wechselt die Ausstellung von Schülerarbeiten. 
  • Für die Anordnung der Tische in den Klassenräumen werden Schülermeinungen berücksichtigt. Passend zur Lehrmethode variiert diese. 
  • In allen Klassenräumen sind Grünpflanzen vorhanden, zu deren Pflege die Kinder angeleitet werden. 
  • Ausstellungen in den Räumen präsentieren Projektergebnisse.
  • Fachkabinette für die Fächer Musik, Kunst, Englisch, WAT (Holzwerkstatt), Biologie, Religion und Gesellschaftswissenschafen werden für den vorbereitenden Fachunterricht ab Klasse 5 genutzt. 
  • Eine abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung ermöglicht neben den Fachräumen auch die Nutzung der Bibliothek, des Computer-Kabinetts, des Kochstudios und des grünen Klassenzimmers im Schulgarten. 
  • Einmal jährlich wird jede Klasse in die Benutzung der Schulbibliothek eingewiesen.